Schülergruppe vor einem GebäudeSchülergruppe vor einem Gebäude

Engagement

rhenag fördert Schulprojekt zum Thema „Internet der Dinge“

September 2022

Feinstaubsensor geht in Much in Betrieb

Ein neuer Feinstaubsensor geht am Gebäude der rhenag-Netztochter Rhein-Sieg Netz (RSN) in Much in Betrieb. Gebaut und programmiert haben dieses Gerät junge Tüftler der Gesamtschule Much in einem Workshop zum Thema „Internet der Dinge“ (Internet of Things – IoT) Anfang dieses Jahres. Damit werden ab jetzt die Umweltdaten dieses Standorts regelmäßig in ein öffentliches Netzwerk übertragen.

Daten sind für jeden Interessierten abrufbar

Um festzustellen, welche Feinstaubbelastung an bestimmten Orten herrscht, ist es sinnvoll Feinstaubsensoren einzusetzen. Das Gerät misst die Konzentration von Feinstaub in zwei Größen von 2,5 und 10 Mikrometer sowie die Luftfeuchtigkeit und -temperatur. Gebaut und programmiert haben den Sensor junge Tüftlerinnen und Tüftler der Gesamtschule Much in einem Workshop zum Thema „Internet der Dinge“. Denn dank digitaler Vernetzung werden ab jetzt die Umweltdaten dieses Standorts regelmäßig in ein öffentliches Netzwerk übertragen. Die hier gemessenen Daten sind über die Plattform https://opensensemap.org/ mit dem Stichwort „Much“ für jeden Interessierten abrufbar. Sie können Kommunen zum Beispiel als Basis für Klimaschutz- und Luftreinhaltungsprojekte in der Region verwenden. Die Teilnehmer des Schulprojekts werten die Daten in verschiedenen Unterrichtsfächern aus und können sehen, wie sich die Feinstaubkonzentration in der Luft bei besonderen Ereignissen wie zum Beispiel einem Feuerwerk verändern.

Was ist eigentlich Feinstaub?

Bei Feinstaub handelt es sich um sehr kleine Teilchen, nach aktueller Richtlinie der Europäischen Union unter 10 Mikrometern (ein Mikrometer sind 0,001 Millimeter), die oft aus menschlich erzeugten Quellen in die Luft gebracht werden. Feinstäube können unter anderem im Straßenverkehr, bei der Industrieproduktion oder durch Kraftwerke und Heizanlagen erzeugt werden. Sie entstehen aber auch durch Zigarettenrauch, durch die Bearbeitung von Steinen oder im Bergbau. Feinstaub kann bei Menschen verschiedene Krankheiten, wie zum Beispiel Allergien oder Asthma hervorrufen.

Kreativität und Know How sind wichtig für die Zukunft

Der Workshop zum Thema Internet der Dinge wurde von Caspar Armster und dem Verein „digidings“ koordiniert und von der Rhein-Sieg Netz finanziell gefördert. „Digitalisierung ist einer der elementaren Treiber der Energiezukunft. Dabei sind die Kreativität und das Know-how des IT-Nachwuchses wichtige Bausteine für die kommenden Entwicklungen,“ beschreibt RSN-Geschäftsführer Dr. Andreas Esser den Hintergrund des Engagements. „Daher liegen uns IT-Schulprojekte wie dieses hier in Much besonders am Herzen“.

Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) verbindet physische Objekte mit der virtuellen Welt. Intelligente Geräte und Maschinen sind dabei untereinander vernetzt und gleichzeitig mit dem Internet verbunden. Es ist dabei auch ein Baustein für Zukunftsprojekte der so genannten SmartCity, die Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver gestalten will.

Tablet mit geöffnetem Navi

Der Umgang mit konkreter Technik macht Abstraktes lebendig

Ziel des Schulprojekts ist es, Kindern und Jugendlichen die Faszination für moderne IT-Anwendungen zu vermitteln und an das Thema „Internet der Dinge“ praxisnah heranzuführen. In einem Osterferien-Workshop wurde gelernt und ausprobiert, wie das Internet der Dinge funktioniert und wie man mit einem Umweltsensor die Luftverschmutzung messen kann. Dabei wurden die zugehörigen Komponenten selbst gebaut, programmiert und visualisiert. „Ein herausforderndes Programm, aber den Kindern hat es sehr viel Spaß gemacht, wie MINT-Koordinatorin an der Gesamtschule Much, Julia Wunder, berichtet. „Der direkte Umgang mit der Technik macht abstrakte Themen lebendig und die Schülerinnen und Schüler sind mit Begeisterung bei der Sache. Ich bin sehr froh, dass dieser Kurs mit der Unterstützung der Rhein-Sieg Netz ermöglicht wurde, denn IT-Kompetenzen werden die zukünftige Arbeitswelt maßgeblich beeinflussen.“