Das bedeutet die neue Erdgasumlage

Der Krieg in der Ukraine und die politischen Spannungen zu Russland wirkt sich seit Monaten ganz konkret auf unsere Energieversorgung aus. Voraussichtlich ab 01.12.2022 fallen für Endverbraucher zwei Erdgasumlagen an, die sich leider auch auf Ihren Gaspreis auswirken werden. Wir möchten Ihnen hier kurz erklären, worum es dabei geht.

Der Gesetzgeber reagiert auf die Situation auf dem Erdgasmarkt

Stand heute, treten ab Oktober 2022 treten die gesetzlich vorgegebene „Gas-Beschaffungsumlage“ und „Gas-Speicherumlage“ in Kraft. Mit diesen Umlagen reagiert der Gesetzgeber auf die aktuell schwierige Versorgungssituation auf dem Erdgasmarkt. Grundlage sind das Energiesicherungsgesetz und das Energiewirtschaftsgesetz. Die Umlagen sollen dafür sorgen, dass die Gaspreise einmal pro Quartal an das jeweilige Kostenniveau angepasst werden. Die Gelder aus den Umlagen sollen die Gasimporteure, von denen auch wir unser Gas beziehen, vor einer möglichen Insolvenz schützen.

Die Gas-Beschaffungsumlage stabilisiert die Gasimporte

Eine wesentliche Folge des Ukrainekriegs für Deutschland und Europa sind verringerte Erdgaslieferungen aus Russland. Das führt dazu, dass europäische Gasimportunternehmen das benötigte Gas aus anderen Quellen – wie zum Beispiel den USA - beschaffen müssen. Durch die erheblichen höheren Preise, die die Importeure nun bezahlen, geraten diese Unternehmen in große Schwierigkeiten. Schon jetzt schreiben Gasimporteure ehebliche Verluste. Das zu verhindern ist eine Aufgabe der Trading Hub Europe (THE), die auch im Auftrag der Bundesregierung arbeitet. Eine wichtige Maßnahme ist die Gas-Beschaffungsumlagen, die auch wir von der rhenag ab dem 01.10. an die THE abführen. Diese Umlage müssen wir Ihnen als unseren Kunden leider berechnen. Wir finanzieren vor und leiten die Umlage vor eins zu eins an unsere Kunden weiter.

Die Gas-Speicherumlage stärkt unsere Versorgungssicherheit

Um auch Ihre Versorgung mit Erdgas sicherzustellen, hat die Bundesregierung entschieden, Vorgaben für die Füllung unserer Erdgasspeicher zu machen. Zum 1. Oktober sollen die Speicher zu 85 Prozent gefüllt sein, zum 1. November zu 95 Prozent. Ziel für den 1. Februar 2023, gegen Ende der Heizperiode, ist ein Füllgrad von 40 Prozent. Um diese Füllmengen zu erreichen, erhebt die Trading Hub Europe eine Gas-Speicherumlage. Diese müssen wir ebenfalls an Sie als rhenag-Kunden weiterberechnen.

Diese Kosten kommen auf Sie zu

Aktuell befinden sich beide Erdgasumlagen in Diskussion. Die Bundesregierung hatte die Einführung einer befristeten Gasumlage zum 1. Oktober beschlossen, um Energiebeschaffer zu unterstützen und Lieferausfälle abzuwenden. Nun distanziert sich die Ampelkoalition davon, die Gasumlage könnte bald fallen.

Sollte Sie, wie bisher geplant, eingeführt werden, so gilt:
Die Gas-Beschaffungsumlage ab dem 01. Oktober beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Die Gas-Speicherumlage beträgt 0,059 Cent pro Kilowattstunde. Diese Kosten müssen wir leider an Sie weitergeben. Dazu kommt die gesetzliche Umsatzsteuer. Aus organisatorischen Gründen werden wir diese Umlagen allerdings erst nach dem 01.10.22 berechnen. Dazu erhalten Sie baldmöglichst eine Information. Aktuelles erfahren Sie fortlaufend auf unserer Unternehmensseite.