Elektromobilität boomt noch nicht, aber sie hat die Startlöcher verlassen. Gleich mehrere Motive spielen dabei zusammen.

Betrachtet man allein die Zulassungszahlen, sind Elektroautos beinahe noch Mauerblümchen. Mit 1 Prozent Marktanteil bei den Elektroautos und 3,8 Prozent beim Hybridantrieb ist dieser alternative Antrieb noch längst nicht etabliert.

Doch das Interesse wächst. Angesichts der anhaltenden Diskussion um Umwelt- und Klimaprobleme, um Abgasnormen und Fahrverbote richtet sich die Aufmerksamkeit auf die umweltfreundlichen Stromer. Ihr ökologischer Rucksack ist wesentlich kleiner. Etwa 108.000-mal ist bisher der Umweltbonus ausgezahlt worden.

Neben den Umweltaspekten gewinnen auch die wirtschaftlichen an Bedeutung: In der Vergangenheit waren Elektroauto vielen Kaufinteressierten zu teuer und die Reichweite zu gering. Neue Modelle widerlegen diese Befürchtungen. Zum einen, weil mit der Akkukapazität die Reichweite wächst, zum anderen, weil leistungsstarke Schnellladestationen die Ladezeit verkürzen. Und der Kaufpreis? Wer elektrisch fährt, fährt auf die Dauer günstiger. Die Vollkosten-Rechnung des ADAC kam im November 2018 zu dem Ergebnis, dass Elektroautos oft „überraschend günstig“ sind. Und die günstigen Kleinwagen kommen erst noch!

Vor allem für Gewerbetreibende und Firmenflotten könnten die Kosten am Ende den Ausschlag geben. Wagt man einen Blick in die Zukunft, werden die Veränderungen unserer Mobilität gravierend sein: Carsharing-Modelle machen den Besitz eines Fahrzeugs, das ohnehin meistens steht, überflüssig. Große Autohersteller haben bereits angekündigt, sich ganz vom Verbrennungsmotor zu verabschieden. Und Autofahren wird digital und autonom. Immer mehr Funktionen wandern aus der Mechanik ins Digitale. Zum elektrischen Antrieb passt das perfekt.

Audi e-tron advanced 55

Mit Preisen von 80.000 Euro und mehr ist der Audi e-tron advanced 55 quattro ein Luxusgefährt – und ein reinrassiger „Stromer“, der 265 Kilowatt leistet und eine Reichweite um 400 Kilometer bietet.

Circa 38.000 Euro müssen Käufer für den BMW i3 anlegen. Mit Top-Ausstattung, 125 kW Leistung und etwa 300 km Reichweite ist er ein hochwertiges Alltagsauto.

Für den Stadtverkehr, innovativ rundum: Der preisgünstige Kompakte aus Aachen ab 16.000 Euro wurde schon 3.300-mal vorbestellt und soll ab Mai 2019 ausgeliefert werden.

Hyundai Ioniq

Der Koreaner ist äußerst begehrt. Ab 25.000 Euro günstig, mit 88 kW sehr agil, mit nur 11 Kilowattstunden Verbrauch besonders sparsam – ein ideales Gesamtpaket.

Noch nicht auf der Straße, elektrisiert seine aufregende Linie dennoch bereits die Herzen. Mit sportlichen 300 kW sollen seine Akkus ihn dennoch 450 km weit tragen.

Der Spätstarter VW will Marktführer werden. Zum Beispiel mit dem preisgünstigen Neo 2020 (ab 30.000 Euro), der Tesla und anderen den Kampf ansagt. I.D. steht für eine ganze Modellfamilie.

Das Angebot wächst ständig. Eine aktuelle Liste der förderfähigen Fahrzeuge finden Sie bei der BAFA.

Bund und Land, auch die rhenag bringen Elektromobilität mit ihrer Unterstützung voran. Wie die Förderung für Fahrzeuge und Ladepunkte aussieht, erfahren Sie bei der rhenag.