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Service

Alles, was Sie über die Zukunft des Heizens wissen müssen!

April 2024

Das neue Infoportal „Zukunft Heizung“ (https://rsn.zukunft-heizung.de/) der rhenag Netztochter Rhein-Sieg Netz bietet einen unabhängigen und informativen Überblick über das neue Heizungsgesetz und aktuelle Wärmetechnologien.

Die Diskussion um das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) hat im vergangenen Jahr für viel Wirbel gesorgt. Vom „Heizungshammer“ war die Rede, es wurde erregt über die Wärmewende spekuliert und im Vorfeld mit vielen Halbwahrheiten Stimmung verbreitet. Zahlreiche Menschen sind immer noch verunsichert, was nun der Stand der Dinge ist. Einen ersten Überblick haben wir Ihnen hier in einem früheren Beitrag gegeben. Nun ist mit dem Portal „Zukunft Heizung“ der Rhein-Sieg Netz eine umfassende Zusammenstellung aller Bereiche zum Thema gelungen. Übersichtlich erklärt die Website die neuen Auflagen, stellt die verschiedenen Heizungs-Technologien vor und erläutert sowohl die anfallenden Kosten als auch Fördermöglichkeiten. Kurz: Sie beantwortet nahezu alle Fragen zum Heizungswechsel, die sich bestehende und künftige Hausbesitzer stellen – oder stellen sollten.  

Mit der Heizung CO2 sparen

Auch wenn wir laut Beschluss erst in gut 20 Jahren – also im Jahr 2045 – CO2-neutral sein wollen, ist es wichtig, schon heute mit der Umsetzung anzufangen. Das Heizen und Kühlen von Gebäuden verursacht in Deutschland fast ein Fünftel der gesamten CO2-Emissionen – das sind rund 150 Mio. Tonnen CO2. In privaten Haushalten entfallen sogar rund 90 Prozent des Energiebedarfs auf die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser. Derzeit werden hierzulande noch rund 75 Prozent aller Heizungen mit Erdgas oder Öl betrieben und sind somit nicht die klimafreundlichsten. Hier bietet sich folglich ein großer Ansatzpunkt, um CO2 einzusparen und die Klimaziele zu erreichen.  
Der Schlüssel lautet Dekarbonisierung – also weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien. Jetzt und nicht erst im nächsten Jahrzehnt. Deshalb setzt sich die Rhein-Sieg Netz GmbH aktiv für eine grüne, nachhaltige Wärmeversorgung ein und informiert technologieoffen, damit Sie, die für Sie optimale Wärmelösung finden.

Gesetze und Vorschriften verstehen

Das GEG umfasst eine Vielzahl komplexer Regelungen und wird daher oft als sehr kompliziert wahrgenommen. Das neue Heizungs-Portal bringt Licht und Ordnung in diesen Vorschriftendschungel, sortiert die einzelnen Themen und erklärt die Sachverhalte einfach und verständlich. Auch wenn das GEG seit Anfang 2024 in Kraft ist, gelten zahlreiche Übergangsfristen und viele verunsicherte Hausbesitzer können erstmal aufatmen. Derzeit sind nur Neubauten in Neubaugebieten verpflichtet, ihre Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Für Neubauten außerhalb dieser Gebiete gilt diese Regelung in der Regel erst ab dem Jahr 2026 oder 2028, je nach Vollendung der kommunalen Wärmeplanung.

Für Eigentümer bestehender Gebäude ändert sich erstmal nichts. Sie dürfen ihre funktionierende Heizung behalten und bei einem Defekt auch reparieren. Und selbst wenn sie nicht repariert werden kann und ein Austausch notwendig wird, gelten pragmatische Übergangslösungen. Allerdings sollten Hausbesitzer bedenken, dass die CO2-Abgaben in Zukunft weiter steigen und damit fossile Brennstoffe wie Erdgas oder Öl deutlich teurer werden können. Außerdem ist seit Anfang des Jahres beim Einbau von Heizungsanlagen, die mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden, eine Beratung Pflicht.

Ein wichtiger Bestandteil des GEG ist zudem die kommunale Wärmeplanung, die die Städte und Gemeinden verpflichtet, Wärmepläne zu erstellen. Kommunen bis 100.000 Einwohner haben dafür bis Mitte 2028 Zeit, größere Städte müssen bereits Mitte 2026 fertig sein. Dabei sind zahlreiche Punkte zu definieren – zum Beispiel: Wo kann ein Fernwärmenetz auf- oder ausgebaut werden, etwa durch die Nutzung von Abwärme aus Industrieprozessen? Welche neuen Wärmequellen können erschlossen werden? Oder wie kann die Infrastruktur für grünen Wasserstoff verbessert werden?

Richterhammer mit Globus
Moderne Heiztechniken – einfach erklärt

Nicht jedes Haus ist für das Heizen mit einer Wärmepumpe geeignet. Denn jedes Gebäude hat unterschiedliche Voraussetzungen und spezifische Anforderungen. Auch wenn oft hauptsächlich über Wärmepumpen gesprochen wurde, bestehen noch eine Reihe weiterer Technologien, mit denen nachhaltig und CO2-neutral geheizt werden kann. So findet sich für nahezu jede Begebenheit eine effiziente und maßgeschneiderte Heizlösung, die das 65-Prozent-Ziel erneuerbarer Energien erfüllt.

Ausführlich erklärt das Portal die jeweilige Funktionsweise von Wärmepumpenheizungen, Hybridsystemen (also der Kombination mehrerer Heizsysteme), Brennstoffheizungen, Solarthermie, Wärmenetzen oder Stromheizungen. Darüber hinaus listet die Seite übersichtlich die jeweiligen Vor- und Nachteile auf und gibt dadurch eine wertvolle Entscheidungshilfe, welches System für den eigenen Bedarf am sinnvollsten ist.  

Investition in die Zukunft

Eine neue Heizungsanlage ist eine erhebliche finanzielle Investition und will gut überlegt sein. Deshalb widmet sich das Portal ausführlich dem Thema Kosten und Förderung und stellt alle Heizungssysteme übersichtlich nebeneinander. Dabei werden nicht nur die Investitionskosten berücksichtigt, sondern auch die anfallenden Betriebskosten. Zu bedenken ist auch, dass die Heizung eine langfristige Lösung sein sollte. Auch wenn z.B. die klassische Gasheizung im Vergleich zu einer Wärmepumpe derzeit günstiger erscheint, wird der Gaspreis nicht nur durch die geplante Erhöhung der CO2-Steuer deutlich steigen und damit die Kosten langfristig erhöhen. Um die Wärmewende zu beschleunigen, hat die Bundesregierung zudem zahlreiche Förderprogramme aufgelegt, sodass derzeit einige Heizungssysteme mit bis zu 70 Prozent vom Staat bezuschusst werden. Das Portal bietet daher auch einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Fördermaßnahmen.

Wertvolle Entscheidungshilfe

Kurzum: Das neue Informationsportal „Zukunft Heizung“ bietet allen Hausbesitzern und solchen, die es werden wollen, einen umfassenden Überblick zu allen Fragen rund um die Wärmeversorgung der Zukunft. Welche Heizungsart für Sie die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel Art, Lage und Energiebedarf Ihres Hauses, Ihrem Budget und Ihren persönlichen Vorlieben. Die Rhein Sieg Netz GmbH fühlt sich als regionaler Netzbetreiber ihren Kunden verpflichtet und hat deshalb umfangreiche Informationen zu diesem Thema übersichtlich zusammengestellt, um Sie optimal zu beraten. Schauen Sie selbst!